Moli-Kinder, wir brauchen eure Hilfe!
Es gibt Momente, in denen ein Raum kippt.
Nicht auf einen Schlag, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern langsam, über Tage hinweg. Zuerst ist es nur ein abgebrochener Stift. Dann eine Beleidigung, ein verstohlener Tritt, ein Stein, der fliegt. Und schleichend breitet sich die Zerstörung und die Respektlosigkeit aus.
In den letzten Wochen ist die Spielwerkstatt genau so gekippt. Und wir schauen betroffen auf das, was wir gerade nicht mehr aufrecht erhalten können: Ein Ort, der für alle offen ist, ein Ort, den alle mitgestalten. Ein Ort, wo Kinder nicht nur willkommen, sondern aktive Mitgestalter*innen sind. Ein Ort, der hält und von Respekt, Neugier und Liebe getragen wird.
Deshalb mussten wir eine klare Entscheidung treffen: Die Räume der Spielwerkstatt bleiben bis zum Sommer geschlossen.
Trotzdem waren wir da: Über das Hoffenster waren wir erreichbar. Für Gespräche, für Rückmeldungen, für Fragen.
Drinnen haben wir aufgeräumt, repariert, sortiert. Dinge, die kaputt waren, wiederhergestellt. Räume, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, wieder in Balance gebracht.
Im Hof haben wir mit den Kindern aufgeräumt, repariert, Verantwortung geteilt. Wir sind in Beziehung geblieben. Uns war wichtig, dass die Kinder merken, es geht nicht gegen sie, sondern um das Verhalten, das nicht passt. Denn die Spielwerkstatt lebt vom Mitgestalten. Vom Vertrauen, dass wir alle dazugehören und gleichzeitig auch Verantwortung tragen.
Wir wünschen uns einen Ort, an dem sich Kinder sicher und willkommen fühlen.
Dazu braucht es Spielraum, aber auch Grenzen. Freiheit, aber nicht auf Kosten anderer.
Wir machen weiter.
Mit offenen Fenstern, mit offenen Gesprächen.
Und bald auch wieder mit offenen Türen.
Danke, dass ihr mit uns daran arbeitet.
