Projekte
 
 
Knetwanne
Den ganzen Juni 2013 hindurch arbeiteten die Kinder der Spielwerkstatt Kleinhüningen an einem besonderen Projekt: der Knetwanne. Unser Ziel war es, tausend Kilo Knetmasse selbst herzustellen und diese, verstaut in einer antiken Füsschen-Badewanne als Skulptur auf dem Areal der SCOPE-Kunstmesse auszustellen.
 
Mit den Kindern mischten und kneteten wir die quitschgrüne Masse innerhalb von zwei Wochen zusammen und füllten damit schliesslich eine auf einem idyllischen Plätzchen am Ufer des Rheins stehende Badewanne. Während der Woche der ART Basel konnten wir die Knetwanne auf dem Areal der ebenfalls dann stattfindenden SCOPE-Messe ausstellen. Wo andere Kunstwerke auf dem Areal die Aufschrift „Nicht anfassen!“ trugen, forderten wir genau das Gegenteil und luden Eltern und Kinder ein, mitzukneten oder in die Wanne zu steigen.
 
Die Skulptur sprach die Besucher in mancherlei Hinsicht an: zum einen vermittelte die ungeheure Masse von tausend Kilo Knete eine nicht nur für Kinder äusserst reizvolle körperliche Erfahrung: das umgraben der Knete bis hin zum sich vollständig darin eingraben war sichtlich eine Freude.
Andererseits liess das Material auch ein Modellieren zu, das sich im Gegensatz zu anderen Modelliermassen als sehr dynamisch und spontan herausstellte: den flüchtigen Wesen, Gesichtern und Köpfen, die bald da, bald dort aus der Masse ragten, wohnte eine spezielle Komik inne. Mit der Knete liess sich in Sekundenschnelle eine Welt erschaffen, die aber genauso schnell wieder verworfen werden konnte. Diese kurzfristige Welterschaffung schwingt auch im Titel der Skulptur mit: „Am Anfang“.